„Ich komme in der Angelegenheit Ihrer Made⸗ moiſelle Tochter“, erwiderte Baron Handl mit ſeinem gutmüthigſten Lächeln.
„Wollen Sie vorerſt Platz nehmen, gnädiger Herr“, ſagte Frau Deckermann.
„Nur keine Umſtände“, antwortete der Präſident, „ich nehme an, daß Sie mich für Ihren wahren Freund anſieht, Mademoiſelle Carolina.“
„Wie ſollte ich wagen“, ſagte das Mädchen, die Augen niederſchlagend.
„Wird er nicht erſticken?“ flüſterte ihr die Mut⸗ ter zu.
„Der Schrank hat ja Luftlöcher“, gab Lina zur Antwort,„aber ſpioniren wird der Schelm.“
„Wie meinen Sie?“ fiel Baron Handl ein, der ſich vergebens bemü: hatte, die Worte, welche die beiden Frauen wechſelten, zu erhaſchen.
„Ich meine, daß Sie zu gütig ſind, Herr Baron“, entgegnete Lina..
„Nicht mehr als Sie es verdient“, ſagte der Präſident,„ich habe eine ganz beſondere Affection für Sie, Mademviſelle Lina, und Sie wird dies leicht begreifen, wenn Sie jeder Zeit die mir von Ihrer Majeſtät übertragene hohe, ich möchte beinahe ſagen, göttliche Miſſion im Auge behält, auf Erden über die


