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„Die Keuſchheitscommiſſion?“
„Ja, Herr Baron Handl ſind höchſt eigenbeinig unſere Treppen emporgeſtiegen“, erzählte Lina,„und haben mich in's Verhör genommen.“
„Wie?“
In dem Augenblicke hörte man ſchwere Tritte die Treppe heraufkommen.
„Um Gotteswillen, wenn er das iſt“, ſchrie Lina auf.
„Er? Wer?“ fragte der Lieutenant, in einer eiferſüchtigen Wallung an den Degen greifend.
„Mach Du mir auch noch Geſchichten“, rief das Mädchen,„Du mußt ſort— nein, das geht nicht— Du mußt Dich alſo verſtecken.“
Es klopfte.
„Raſch! Raſch!“ flüſterte die Mutter, während Lina den Wandſchrank öffnete, ihren Anbeter hinein⸗ ſtieß, hinter ihm ſperrte und den Schlüſſel abzog.
Es klopfte zum zweiten Male.
„Herein.“
Es war wirklich der Präſident der Keuſchheits⸗ commiſſion, der jetzt eintrat, und ſich vor den beiden Frauen artig verneigte.
„Was gibt uns die hohe Ehre“, begann die Muttr, ſich erhebend.
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