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die Straßenlaternen angezündet waren, nach Hauſe zu bringen. Sie wickelte ſich in ihren Pelz und zog den ſchwarzen venetianiſchen Schleier feſt um den Kopf zuſammen, dann verließen ſie das Palais, Arm in Arm. Aber wehe! Da ſtand auch ſchon der Tugend⸗ wächter, grüßte ehrerbietig und folgte dem Paare, wie eine Laterne, auf zehn Schritte Entfernung.
„Ich bin verloren“, flüſterte die Italienerin,„der Halunke läßt nicht ab, und ich kann doch nicht bei Ihnen übernachten.“
„Kennen Sie denn Niemand, Signora, keine Dame, zu der ich Sie geleiten könnte, um den Men⸗
ſchen da zu täuſchen?“ fragte der Fürſt.
„Eine Dame? Da fällt mir das Mädchen ein, bei dem ich eben allerhand Stickereien beſtellt habe. Dort kann ich bleiben, bis die Luft rein iſt“, entgeg⸗ nete Diana.
„Vortrefflich“, meinte der Fürſt,„ich führe Sie alſo dahin und verlaſſe dann das Haus ohne Sie. Der Spitzbube iſt dann überzeugt, daß Sie dort wohnen und gibt die Bahn frei.“
„Aber wird die hohe Keuſchheitscommiſſion an⸗ nehmen, daß eine Stickerin oben im dritten Stocke einen koſtbaren Pelz beſitzt?“
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