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Signora, das iſt die Freude, die man mit ſeinen Kin⸗ dern erlebt.“
„Wie?“
„Sie wiſſen vielleicht nicht, daß ich die Marotte der Kaiſerin genährt habe, nur um ſie zu meinen Zwecken auszubeuten und unter dem moraliſchen Deck⸗ mantel dieſer Keuſchheitscommiſſion die Geheimpolizei, welche ich als Botſchafter Heſterreichs in Paris an der Quelle zu ſtudiren Gelegenheit hatte, bei uns ein⸗ geführt habe. Jetzt iſt ſie dafür, wie ſie ſehen, mir ſelbſt auf dem Halſe.“
Die Italienerin lachte.
Die Caroſſe des Fürſten fuhr eben in den Hof der Staatskanzlei, der Portier ſchloß das Thor hinter derſelben und Kaunitz führte die Primadonna an ſei⸗ nem Arme die Hintertreppe hinauf durch eine ver⸗ borgene Tapetenthüre in ein mit Kunſtgegenſtänden angefülltes kleines Kabinet, in welchem eine Viertel⸗ ſtunde ſpäter ein delikates Diner für zwei Perſonen ſervirt wurde.
Nachdem die Signora eine kleine Sieſta gehalten, öffnete ſie das Clavier, der Fürſt ſelbſt begleitete ſie und ſie ſang ihre reizenden italieniſchen Arien bis es Abend wurde.
Der Fürſt beeilte ſich, die Primadonna, ehe noch


