Teil eines Werkes 
2. Band (1876) Novellen
Entstehung
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berfluſſe das Battiſttuch vor den Mund und begann ſo ſeine Relation.

Die Kaiſerin ging während derſelben, die Arme auf der Bruſt gekreuzt, mit großen Schritten auf und ab, von Zeit zu Zeit näherte ſie ſich dem Fenſter, plötzlich blieb ſie an demſelben ſtehen, wurde unruhig, öffnete es und blickte hinaus.

Kaunitz hüſtelte, hörte auf zu ſprechen, hüſtelte wieder und als die Kaiſerin ihre Promenade fortſetzte, beeilte er ſich, neuerdings das Fenſter zu ſchließen.

„Pardon“, ſagte Maria Thereſia lächelnd,„ich vergeſſe immer, daß Er die friſche Luft ſo ſehr fürch⸗ tet, fahr' Er nur fort, ich habe Alles gehört.“

Der Fürſt hatte indeß kaum eine Depeſche gele⸗ ſen, welche auf den von ihm berührten Gegenſtand Bezug hatte, als Maria Thereſia neuerdings das Fenſter aufriß und mit ſichtlicher Aufregung einen Gegenſtand auf dem Burgplatze fixirte.

„Was haben Eure Majeſtät?“ begann der Fürſt.

„Sieht Er den Wagen dort?“ rief die Kaiſerin.

Kaunitz war an das Fenſter getreten und blickte durch ſeine goldene Lorgnette.

„Ein Wagen, ja wohl, Majeſtät.“

„In dieſem Wagen ſitzt aber eine Dame.“

„Eine Dame?“