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edlen Geſchlechtes, einen Löwen der damaligen Haute volée, den jungen ſchönen Baron von Kronenburg, welcher ſein Geſicht den zahlreichen Neugierigen ver⸗ gebens zu verbergen ſuchte, und während er, Thränen der Wuth und Reue in den Augen, ſeine Arbeit be⸗ gann, erſchien oben an dem offenen Fenſter der Hof⸗ burg die Kaiſerin, ſtrahlend in Schönheit und Heiter⸗ keit, lehnte ſich auf die Ellenbogen geſtützt herab und betrachtete ihn mit ſichtlichem Behagen.
Es dauerte jedoch nicht lange, ſo theilte ein Wa⸗ gen die gaffende Menge, es war Fürſt Kaunitz, der zum Vortrage bei der Kaiſerin vorfuhr. Nachdem ſein Lakai den Schlag geöffnet, ſtieg der große Staats⸗ mann langſam heraus, küßte einer Dame, welche dicht verſchleiert in ſeinem Wagen ſitzen blieb, die Hand und hieß den Kutſcher warten.
Als Kaunitz in das Kabinet der Kaiſerin trat, lag ſie noch immer am Fenſter und unterhielt ſich mit dem grauſamen Spaße, den ſie ſich ſelbſt bereitet hatte.„Schau Er einmal, Kaunitz“, rief ſie, ſich vor Lachen ſchüttelnd,„mit welcher Grandezza der Kronen⸗ burg die Straße kehrt, es iſt zum Todtlachen.“
Der Fürſt warf einen Blick durch das Fenſter und ſchloß es dann. Obwohl er in ſeinem ſchönen Pelzrock wohl verwahrt war, nahm er noch zum Ue⸗
Sacher-Maſoch, Wiener Hofgeſchichten. II. 11 Hofg


