Valerian Zoubow auf einem Ruhebett ſaß, während Solthkow das Feuer im Kamin ſchürte.
„Hier bringe ich Seine Excellenz, Lord Whitwouth“, begann Zoubow.
„Willkommen“, ſagte Katharina, hielt die goldene Lorgnette vor die müden erloſchenen Augen und be⸗ trachtete den beleibten Diplomaten mit impertinenter Neugier.„Er iſt um nichts hübſcher geworden, ſeit ich ihn nicht geſehen habe“, ſagte ſie dann leiſe zu Platow.„Geht jetzt, meine Kinder, aber bleibt in der Nähe“, fügte ſie laut hinzu. Die beiden Zoubow ver⸗ neigten ſich tief und verließen das Gemach, Solthkow folgte ihnen, die Hände in den Hoſentaſchen, einen Gaſſenhauer pfeifend.
„Setzen Sie ſich, Lord“, ſprach Katharina,„und vergeſſen Sie, daß Sie ſich der Herrſcherin des größ⸗ ten europäiſchen Reiches, der genialſten Ihres Jahr⸗ hunderts gegenüber befinden.“
„Ich werde mich bemühen—“
„Wir wollen recht vertraulich plaudern.“
„Ich bin ſehr glücklich, Majeſtät.“
Katharina M. nickte lebhaft.„Ich glaube Ihnen, und es läge allerdings nur bei mir, Sie vollends zu. beglücken, aber ich ziehe es vor, wenn wir bei den


