raſch, während Katharina auf Platow geſtützt um die Tafel herum zu dem für ſie beſtimmten Sitze ging, hinter ihrem Rücken ein Rebhuhn bei Seite und kroch unter den Tiſch, um daſſelbe gleich einem Hunde mit den Zähnen zu zerreißen.
Indeß tafelten die Anderen ſo köſtlich, wie es nur aus der Feenküche der Eremitage möglich war, ſcherz⸗ ten und lachten. Katharina ſchien Solthkow vergeſſen zu haben.
Nun, bekomme ich gar nichts zu trinken?“ mel⸗ dete ſich plötzlich ſeine Stimme aus der Unterwelt.
„Gieb ihm ein Glas Wein“, ſagte Katharina.
Platow Zoubow reichte es ihm unter den Tiſch.
„Noch eins“, rief Soltykow nach kurzer Zeit, „oder beſſer gleich eine ganze Flaſche.“
„Ja, gieb ſie ihm“, entſchied die Czarin,„aber er muß ſie auf einen Zug auf meine Geſundheit leeren.“
Als Solthkow die Flaſche glücklich errungen hatte, rief er laut:„Es lebe die Kaiſerin aller Reußen Ka⸗ tharina II.! Der Himmel ſchenke ihr noch viele Jahre und laſſe ſie Jahr für Jahr zunehmen an Fett vor Gott und den Menſchen.“
„Soll ich Dich um einen Kopf kürzer machen laſſen, Solthkow?“ fragte die Kaiſerin, von Neuem aufge⸗ bracht.


