Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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in der Thüre, ihre Soldaten hatten alle Ausgänge be⸗ ſetzt. Stumm, das Haupt geſenkt, ließen ſich die De⸗ putirten der Garden verhaften und abführen. Bald raſſelten von allen Seiten die Trommeln, die Ge⸗ ſchütze, Orlow, Wegmare folgten Frau von Mellin auf dem Fuße; das Volk wogte auf und ab, planlos, mehr neugierig als aufgeregt, die Garden hatten ſich gefügt und baten durch Panin um Gnade für die Schuldigen. Die Empörung war zu Ende.

„Ich will ein Exempel ſtatuiren“, ſprach Katha⸗ rina,„ich gab mein Wort.“ Zugleich ſtreifte ſie den Spitzenärmel empor und beſah den Fleck, den die rauhe Hand des jungen Rebellen in ihren vollen Arm ge⸗ drückt hatte.„Ich will ihre Köpfe fallen ſehen.“

„Für diesmal laß Dir den Appetit vergehen“, entgegnete Orlow,„es iſt nicht zu wagen. Eine öffent⸗ liche Hinrichtung kann uns neue unermeßliche Gefahren wecken.“

„Sind wir ſo ſchwach?“

„Wir ſind es, ſo lange Prinz Jwan lebt“, ſprach Panin,„ihn nannte man den Garden als den recht⸗ mäßigen Czar.“

„Wer nannte ihn?“

„Die Prieſterſchaft, die Dir mißtraut, die Du mit Deinen Reformen beleidigſt.“