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„So ſtehen Sie doch endlich auf“ befahl Katharina.
Orlow erhob ſich und ergriff von Neuem ihre Hand.„Erklären Sie mir, wie eine Frau Ihrer Art, geboren den Hermelin zu tragen, zu herrſchen, Sclaven zu ihren Füßen zu ſehen, mit ſo viel Gleichmuth die Rohheiten eines Corporals ertragen kann, denn Ihr Gemahl und mein Kaiſer, Peter III. iſt Nichts weiter als ein guter Corporal.“
„Sie ſind kühn“, murmelte Katharina.
„Ja“, erwiderte Orlow,„ich wage Alles, ich wage — wenn Sie es mir befehlen, Peter zu ſtürzen und Sie auf den ruſſiſchen Thron zu erheben, und ich wage noch mehr—“
„Noch mehr?“
„Ich wage es, Sie zu lieben, Majeſtät.“
Katharina hatte ſich auf einer hölzernen Bank niedergelaſſen und betrachtete den großen ſchönen Mann, der vor Leidenſchaft bebend vor ihr ſtand, mit ſicht⸗ lichem Wohlgefallen.„Nun wir wollen ſehen, vb Ihnen auch dann der Muth nicht fehlt“, ſagte ſie lächelnd, „wenn ich Ihnen ſage: Sie gefallen mir Orlow, ich will Sie zu meinem— Spielzeug machen.“
„Machen Sie mich zu ihrem Sclaven“, rief der junge Officier und warf ſich der Kaiſerin zu Füßen.
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