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„Mein Name iſt Gregor Orlow, ich bin Lieutenant bei der Artillerie.“
„Und Ihr Vergehen?“
„O! mehr als das, ein Verbrechen.“
„Ein Duell?“
„Nein, Majeſtät, viel ärger, ich habe mir die Freiheit genommen der Prinzeſſin Kurakin, Verlobten des Generals Schuwalow, beſſer zu gefallen als der General.“
Katharina lachte.„Das iſt allerdings ein Maje⸗ ſtätsverbrechen“, rief ſie.
„Nein, dieſes bin ich eben im Begriffe jetzt zu be⸗ gehen“, verſicherte der ſchöne Offizier.
„Es wird immer beſſer“, ſpottete die Kaiſerin.
„Das Glück mit der ſchönſten Frau der Erde, und noch dazu auf Befehl des Gemahls dieſer Frau, zu⸗ ſammen eingeſperrt zu ſein, wird einem nichtzum zweiten Male zu Theil“, rief Orlow,„ein Thor, der die Ge⸗ legenheit nicht benützt—“
„Mein Herr—“
„Ol ſieh mich nicht ſo ſtrenge an“, fuhr Orlow fort,„Du Göttin aus dem Olhmp, zu mir armen Sterblichen herabgeſtiegen! Ich weiß Du kannſt lieben, weshalb willſt Du mir wehren, Dir zu huldigen, Dich anzubeten?“


