Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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noſſen kennen zu lernen, näherte ſich die Kaiſerin ihm und blickte, über ihn gebeugt, in ein Antlitz von ſeltener männlicher Schönheit.

Ein ſchöner junger Mann, murmelte ſie, wer mag es ſein? am Ende ein gemeiner Soldat? Und doch konnte ſie ſich nicht losreißen, ja ſie neigte ſich mehr und mehr zu ihm hinab, ſchon waren ihre Lippen nahe daran, ſeine Stirne zu berühren, da regte er ſich und erwachte.

Ein Traumbild, murmelte er, indem er ſie an⸗ ſtaunte,nein! nein! ein Weib, ein lebendiges Weib! ſogleich ſprang er auf und ergriff ihre Hand, welche ſie ihm willig überließ.Wer ſind Sie und wie kommen Sie hierher?

Kennen Sie mich nicht? gab Katharina lachelnd zur Antwort.

Mein Gott Sie Sie ſind, ſtammelte er.

Ich bin die Kaiſerin

Der ſchöne Mann warf ſich raſch vor ihr auf ein Knie und blieb ſo, das Haupt demüthig geneigt, liegen.

Was thun Sie, fuhr Katharina heiter fort, wir ſind jetzt Genoſſen, Kameraden, und ich gefangen ſo wie Sie, ſtehen Sie doch auf, wir wollen ſehen wie wir die Zeit tödten. Vor Allem, wie heißen Sie?