Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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foß zu führen. Katharina konnte bei dieſer uner⸗ hörten Mittheilung unmöglich ernſt bleiben, ſie brach in ein lautes Lachen aus und ſagte endlich:Was iſt das für ein Scherz, wir ſind doch nicht im Carneval?

Es iſt voller Ernſt, gab der General zur Ant⸗ wort,und ich bitte Euere Majeſtät, ſich dem Willen des Kaiſers zu fügen. In einer Stunde wird er ſeinen Befehl zurücknehmen, denn geſtern Abend wollte er Sie erſchießen, vor zwei Stunden noch Gaſſen laufen laſſen und eben jetzt hat er ſich für den Profoßenarreſt entſchieden.

Gut, ich will mich diesmal noch fügen, ſprach Katharina,aber Sie geſtatten mir wol, erſt Toilette zu machen?

Der General verneigte ſich.

Eine Stunde ſpäter befand ſich die Kaiſerin beim Profoß. Die erſte Regung, als ſie die Thüre hinter ſich ſperren hörte und ſich in dem großem Zimmer mit den vergitterten Fenſtern gefangen ſah, war laut und herzlich zu lachen, dann begann ſie ſich in ihrem Kerker umzuſehen und bemerkte jetzt erſt, zu ihrer nicht ge⸗ ringen Ueberraſchung, daß ſie nicht allein war.

Auf einer hölzernen Pritſche lag ein Mann aus⸗ geſtreckt, der, in ſeinen Soldatenmantel gewickelt, einen geſunden Schlaf ſchlief. Neugierig, ihren Schickſalsge⸗

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