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beim Laden, deren Ausbildung bei ſeinen Truppen Friedrich dem Großen ſeine Siege erfechten half.
Der Kaiſer war über dieſe Fortſchritte ſehr erſreut aber Katharina hatte ſich trotzdem ihm gegenüber eine weit ſchwierigere Stellung geſchaffen, denn er ſah in ihr jetzt weniger ſeine Gemahlin, als vielmehr den ge⸗ meinen Soldaten, als der ſie beim Garderegimente Ismailow eingereiht war, und forderte als ihr General unbedingten Gehorſam.
Bei einem Feſte, das er in dem Schloſſe Oranien⸗ baum, ſeinem Lieblingsaufenthalte im Sommer, gab, befahl er ihr, die ſonſt an ſeinen lärmenden und wilden Unterhaltungen nie Theil nahm, zu erſcheinen. Sie ge⸗ horchte. Ihre ſcheinbare Unterwerfung machte ihn noch übermüthiger. Als der Wein die Köpfe der An⸗ weſenden und den ſeinen insbeſondere erhitzt hatte, be⸗ fahl er plötzlich ſeiner Gemahlin, ſeine Favorite Eliſa⸗ beth Woronzow mit dem Katharinenorden zu decvriren.
Der ganze heitere Kreis erſchrack über dieſe Zu⸗ muthung und erwartete einen ernſten Zuſammenſtoß der beiden Gatten; um ſo größer war das Erſtaunen, als Katharina ſich von ihrem Sitz erhob und ihrer Nebenbuhlerin lächelnd das Band um den Hals legte. Peter III. war auf Alles gefaßt geweſen, nur nicht auf ein ſo raſches und liebenswürdiges Nachgeben von


