Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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der einen ſolchen Anzug rechtfertigt, und ehe das Früh⸗ jahr kömmt iſt ja ſo alles, mit Gottes Hilfe, überſtanden.

Du haſt recht, ich will thun wie Du geſagt, ſprach die Großfürſtin nach einer Pauſe,und ich will meinen Stolz ganz bei Seite ſetzen und ihm mit aller Freundlichkeit entgegenkommen, ſehe ich mich aber trotz⸗ dem von ſeinem Haß bedroht, dann bin ich entſchloſ⸗ ſen, das Aeußerſte zu wagen, ich ſtelle mich unter den Schutz der Nation, erkläre ihn für wahnſinnig und ergreife ſelbſt die Zügel der Regierung. Früher oder ſpäter muß es doch ſo kommen, ich kann nicht gehor⸗ chen, ich bin geboren um zu herrſchen und will lieber Feiheit und Leben verlieren, als mein ganzes Daſein in einem Boudvir verträumen.

Jetzt erkenne ich die große Seele meiner Katha⸗ rina wieder, rief die Fürſtin Daſchkow begeiſtert, was haben wir zu fürchten? Wenig, während uns das höchſte Ziel winkt. Treten Sie ihrem Gemahl furchtlos entgegen und er wird beginnen Sie zu fürch⸗ ten. Ihnen gebührt der Hermelin und Sie müſſen, Sie werden den Thron beſteigen und müßten ſie über ihn wegſchreiten.

Sie todt rieß in dieſen Augenblicke ein kleiner Mann in Koſakentracht, welcher leiſe und demüthig eingetreten und an der Thüre ſtehen ge⸗

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