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Füßen getreten und verlacht zu werden, zog ſie ihn plötzlich an ihre Bruſt und er mußte nun gute Miene zum böſen Spiele machen, das eigentlich gar nicht ſo+ böſe war.
Die ſchöne Deſpotin gehörte ihm, aber nur für einen ſeligen Augenblick, dann erwachte mit einem Male die neroniſche Natur in ihr und ſie wollte die Wolluſt, den ſchönen Mann, den ſie liebte, zu verſchmähen, ebenſo voll und ungeſchmälert genießen, als jene, ihn zu beſitzen
„Was glaubſt Du nun, Maxim Petrowitſch“, begann ſie;„Du glaubſt, daß ich Dich liebe.“
„Ich weiß es nicht,“ ſtammelte er;„ich weiß 5 nur, daß ich Dich anbete, daß ich nicht leben kann ohne Dich.“
„Das wäre ſehr ſchlimm für Dich,“ erwiderte Ka⸗ tharina I. mit ſchneidender Kälte„denn ich liebe Dich nicht. Du warſt ein Spielzeug, das mir Ver⸗ gnügen machte, ſo lange ich es nicht beſaß und mir jetzt gleichgiltig, morgen vielleicht ſchon widerwärtig iſt.“
„Katharina,“ ſchrie Maxim auf.
„Was willſt Du noch? fuhr ſie, ſich aufrichtend, fort;„Du Wurm, der dazu da iſt, ſich unter meinem Fuße zu krümmen, Sclave! gut genug, mir eine Stunde zu vertreiben, nicht mehr! Aus meinen Augen, Du langweilſt mich.“


