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„Guten Abend, Frau Srebrna“, begann er mit Würde.
„Seit wann ſtehen wir ſo feierlich miteinander“, erwiderte Naſtka, die Arme in die Seiten ſtemmend, „trägt Er die Naſe wie ein General und ſpricht Er wie ein Metropolit.“
„Ja, die Zeiten ändern ſich, Frau Srebrna und die Menſchen mit ihnen“, ſeufzte Arkadi,„heute noch Fähnrich, morgen vielleicht in der That General. Sie wiſſen, Anaſtaſia Nikitiſchna, daß mein Herz nur für Sie ſchlägt, aber es ſind Verhältniſſe eingetreten—“.
„Was ſchwatzt der Eſel da?“
„Eine hohe Dame hat ihr Auge auf mich gewor⸗ fen“, fuhr Arkadi fort.
„Auf ihn?“ Ha! ha! ha! wohl die Czarin ſelbſt, nicht“ ſpottete Naſtka.
„So iſt es, Anaſtaſia, die Czarin ſelbſt“, erwi⸗ derte Arkadi mit einem Anflug von Rührung,„mir bleibt als getreuem Unterthan Ihrer Majeſtät nichts übrig, als zu gehorchen. Wir müſſen ſcheiden, Anaſtaſia Nikitiſchna.“
„Aber das iſt ſehr traurig“, ſagte Naſtka plötz⸗ lich in verändertem Tone, denn es ging ihr an's Herz.
„Sehr traurig, Anaſtaſia Nikitiſchna“, flennte Ar⸗ kadi,„geben Sie mir einen Schnaps.“


