Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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mit erneuter Gewalt. Sie war zu ſtolz, ihm ferner von Liebe zu ſprechen, aber ſie war Weib genug, zu wünſchen, daß er ſie liebe, ſie wollte ein Netz von Coquetterie und Wolluſt um ihn ſpannen, ihn ahnen laſſen, daß ihr Beſitz für ihn nicht ſo unerreichbar war, als er dachte, und ihn dann fortſchicken, den Pfeil im Herzen, nicht ſie durfte die Verſchmähte ſein, ſondern er ſollte zu ihren Füßen liegen, verſchmäht und verlacht.

Sie ſchrieb an ihn:Undankbarer! Ich weiß, daß Sie eine Andere lieben, aber dennoch will ich Sie noch einmal ſehen, morgen um Mitternacht im chine⸗ ſiſchen Pavillon.*

Dieſen Brief erhielt Maxim am nächſten Morgen, diesmal ging er aber nicht zu Potemkin, ſondern er⸗ ſann ſich ſelbſt einen tollen Spaß. Er ſchloß die Zei⸗ len von der Hand der Czarin in ein anderes Couvert ohne Adreſſe und ſendete damit einen treu⸗verläßlichen Diener in die Caſerne des Regimentes Simbirsk, wo ſie dem dienſtthuenden Unterofficier für Herrn Arkadi Wuſchitſchinkoff übergeben wurden. Es währte nicht gar zu lange und Arkadi trat ſchwer athmend bei ſeinem Freund, dem Oberſten, ein.

Lies dieſen Brief, ſprach er feierlich. Er ſchien um mindeſtens fünf Zoll gewachſen.