Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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Ich könnte ihn zerreißen, murmelte ſie und da ſie es nicht konnte, kneipte ſie Potemkin heftig in den Arm.

Hören wir, was ſie ſagt, die Schöne ſpricht mit ihm, entgegnete der Günſtling, der ſeine Heiterkeit mit Mühe verbarg.

Jetzt, Maxim, jetzt gilts, flüſterte Angela, ſo daß es Niemand als er hören konnte,die Czarin iſt da, ich höre den Sand unter ihren Füßen kniſtern.

Und ich ſehe ihren Hermelinpelz durch die grüne Wand ſchimmern, wiſperte Maxim.Alſo ſchieß los.

Mein lieber Oberſt, begann Angela laut,Sie ſchwören mir, daß Sie mich lieben und doch ſcheint es mir, daß Sie eine andere Dame viel mehr als mich lieben?

Wer ſollte das ſein? erwiderte Maxim ebenſo vernehmlich.

Die Kaiſerin, ſagt man und man ſagt auch, daß Sie ſehr in ihrer Gunſt ſtehen, fuhr Angela fort.

Ich will es nicht leugnen, daß ſie ſehr gnädig gegen mich iſt, gab Maxim zur Antwort,aber wie können Sie glauben, daß eine Frau von ihrem Genie und ihrer Würde ſich ſo viel vergeben könnte, einen

jungen unbedeutenden Menſchen wie mich zu lieben? eacher⸗Raſoch, Ruſſiſche Hofgeſchichten. III. 15