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rina II. mit boshafter Eile, denn ſie ließ keine Ge⸗ legenheit vorübergehen, den Mann, deſſen Macht ſie fühlte, zu demüthigen.
„Was könnteſt Du nicht, wenn es Dir beliebt“, ſprach Potemkin, ohne einen Augenblick ſeine Miene zu ändern,„ich bin Dein Unterthan, Dein Sclave.“
Katharina ſah ihn, ohne ein Wort zu ſagen, an und reichte ihm dann die Hand.
„Ich werde mich hüten, Dich nach Sibirien zu 6 ſchicken“, ſagte ſie herzlich,„ich brauche Dich hier viel nothwendiger. Alſo, heute Abend.“—
Als es vollkommen dunkel geworden war, ging Maxim, wie es ihm ſein Gönner geboten hatte, durch den kaiſerlichen Garten, die von beſchnittenen Taxus⸗ wänden eingerahmte Hauptallee hinauf, bis zu dem Springbrunnen, der ſeinen ſilbernen Strahl hoch in die Luft warf und in tauſend Diamanten zerſchellt in die von einer nackten Nymphe gehaltene große Muſchel zu⸗ rückfallen ließ. Er ſetzte ſich auf die Raſenbank, welche ihm bezeichnet war; ſie war durch einen Amor kennt⸗ lich, der im Begriffe, ſeinen Pfeil abzuſchießen, in der
von der Taxuswand gebildeten grünen Niſche hinter ihm ſtand. Hier blieb er ſitzen, betrachtete die wunder⸗ baren Gebilde der Sterne an dem wolkenloſen Himmel und dachte an Angela.


