Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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„Die Ueberzeugung, daß meine Eiferſucht grund⸗ los war“, ſagte Potemkin.

„Du glaubſt alſo nicht, daß ich ihn liebe?“ fragte Katharina II. lauernd.

„Ich glaube nur nicht, daß der Oberſt Dich liebt.“

„Wie das?“

„Oder beſſer geſagt, ich glaube, daß er eine Andere liebt.“ Potemkin blickte mit einer Siegesgewißheit auf die Kaiſerin, welche dieſelbe verwirrte.

„Eine Andere? Du lügſt.“ Potemkin zuckte die Achſeln.„Ueberzeuge Dich ſelbſt.“

„Wie kann ich das?“

„Noch heute Abend, wenn Du willſt.“

„Gut denn, noch heute Abend, und wenn Du Recht behältſt?“ ſprach Katharina, ſich erhebend.

„Verſprichſt Du mir, daß er in Ungnade fällt und den Hof verlaſſen muß?“ fiel Potemkin raſch ein.

„Ha! mein Freund, doch eiferſüchtig“, ſprach Ka⸗ tharina II. angenehm überraſcht,„und wenn ich Recht behalte, Potemkin, was dann?“

„Dann ſchicke mich nach Sibirien“, ſagte Po⸗ temkin. „Das kann ich ſo auch thun“, entgegnete Katha⸗