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ment übernommen hatte, fand in der Nähe von Mos⸗ kau ein großes Manöver unter den Augen der Kaiſerin ſtatt. Ein Theil der Truppen unter dem Commando Suwarows ſtellte die Türken vor und ſollte durch eine kühne Flankenbewegung umgangen und gezwungen werden, ſich der Kaiſerin, an deren Seite Potemkin die Ruſſen befehligte, auf Gnade und Ungnade zu ergeben.
Aber die Sache kam ganz anders.
Nicht umſonſt hatte Potemkin dem Oberſten Uruſ⸗ ſow die Führung der Truppen anvertraut, welche das geniale Manöver ausführen ſollten und mit demſelben Tags vorher die Karte ſtudirt.
Als der Moment kam, wo die Ruſſen unerwartet den Türken in Flanke und Rücken fallen ſollten, war⸗ tete Katharina II. vergebens auf die Reiter Uruſſows, welche die Reſerve Suwarows anfallen, auf ſeine Ge⸗ ſchütze, welche den Feind in ein Kreuzfeuer nehmen ſollten. Eine Viertelſtunde verſtrich und eine zweite, dann ſprengte Suwarow durch eine plötzliche Attaque ſeiner Cavallerie das Centrum der Ruſſen und nahm die Kaiſerin gefangen.
Die Kaiſerin machte gute Miene zum böſen Spiel, ſie reichte Suwarow lachend die Hand, aber ihr gan⸗ zer Zorn entlud ſich jetzt auf das Haupt des Oberſten.


