Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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„Wies“ „Herr Uruſſow iſt, ſeitdem er durch die mütter⸗ liche“— Potemkin, betonte das Wort abſichtlich ſehr ſtark—„Vorſorge Euerer Majeſtät aufgehört hat, ein Einfaltspinſel zu ſein, dafür ein Raufbold, Spieler und Trinker geworden.“

„Er trinkt Schnaps—“.

„Ja wohl, gemeinen Schnaps“, fiel Potemkin ein, „und ſo kam er denn vor vier Stunden vollſtändig be⸗

trunken zurück und meldete mir, daß er die Depeſchen

verloren habe.“

„Verloren, der Elende—“, ſchrie Katharina I. auf.

„Majeſtät wiſſen, daß es in Rußland von Spi⸗

onen unſerer Gegner wimmelt. Wie leicht konnten

dieſe für uns compromittirenden Papiere in ihre Hände fallen. Ich beſtieg alſo auf der Stelle ſelbſt ein Pferd, und eilte auf der Straße, welche der Cvurier einge⸗ ſchlagen hatte, von Schänke zu Schänke, denn in jeder hatte dieſer Uruſſow Halt gemacht und getrunken—“.

„Schnaps?“ fragte die Czarin.

„Ja, gemeinen Schnaps“, fuhr Potemkin fort, „und endlich fand ich einen klugen Wirth, der das dem Betrunkenen entfallene Packet aufgehoben und wohl verwahrt hatte. Ich ſandte auf der Stelle einen an⸗