Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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ärgern.„Ich will verſuchen, Sie die Buchſtaben ſchrei⸗ ben zu laſſen“ ſagte ſie nach einer kleinen Pauſe,„ſtel⸗ len Sie den kleinen Tiſch dort, hierher vor mich.“

Nachdem Maxim es gethan, verlangte ſie Feder und Tinte. Nun winkte dem Günſtling, der um jeden Preis in Ungnade fallen wollte, die verlockendſte Ge⸗ legenheit zu einem Hauptevup; er nahm das Schreib⸗ zeug, ſchickte ſich beim Tragen ſo tölpelhaft als nur möglich an und als er ihr nahe genug war, ließ er es mit einem lauten Schrei fallen, die Czarin ſprang auf, der ſchwarze Strom rieſelte über den Schnee ihres Schlafpelzes und das Silber ihrer Robe zur Erde hinab. Im ſelben Augenblicke klatſchte eine derbe kaiſerliche Ohrfeige auf der Wange Maxim's, dem dabei vor Seligkeit das Herz zerſpringen wollte. Es war ihm gelungen, die ſchöne Deſpotin in Zorn zu bringen. Er ſchien gerettet.

„Wie kann man ſo ungeſchickt ſein?“ grollte Katha⸗ rina IH. und ein zweiter Schlag ihrer kleinen energiſchen Handilluſtrirte ihre Worte. Aber nun geſchah Etwas, was die ganze ſchöne Wirkung des Cvups, den Maxim ausgeführt, vernichtete, die Kaiſerin hatte in der Auf⸗ regung nicht bemerkt, daß ſie, bemüht ihre Toilette zu retten, ihre Hände in Tinte gebadet hatte. Jetzt ſah ſie

plötzlich, daß die beiden Ohrfeigen, welche Maxim rechts 14*