Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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„Alſo das nennen Sie Dankbarkeit, Herr Lieute⸗ nant“, begann er mit unterdrückter Wuth.

„Excellenz, ich verſtehe nicht“, ſtammelte Maxim.

„Ich weiß Alles“, unterbrach ihn Potemkin,„die Czarin iſt in der Laune, einen Roman mit Ihnen zu ſpielen und Sie hoffen mich zu verdrängen und an meine Stelle—“.

Jetzt unterbrach Maxim ebenſo heftig den mächtigen Günſtling Katharina's.

„Kein Wort weiter, Sie treten meiner Ehre nahe, Excellenz. Ich ſtrebe nicht darnach, Sie zu verdrängen, im Gegentheil, die Gunſt der Kaiſerin ſetzt mich in Schrecken, denn ſie droht mir, mein Glück zu rauben. Ich liebe meine Braut, Angela Repnin, von ganzem Herzen, habe keinen anderen Ehegeiz, als von ihr wie⸗ der geliebt zu werden, und verwünſche die Stunde, wo wir Beide an dieſen Hof gekommen ſind.“

Die Art und Weiſe, in der der junge Mann ſprach, trugen ſo ſehr den Stempel der Wahrheit, daß Potem⸗ kin, der ſtets Mißtrauiſche, Vorſichtige, ihm Glauben ſchenkte.

„Sie ſollen Ihr braves Mädchen nicht verlieren“, ſprach er, Maxim die Hand bietend,„wir haben hier ein gemeinſames Ziel zu erreichen, und wollen daher redliche Freunde und Verbündete ſein.“

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