Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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„Wir ſind nur ſchwach, wenn wir Frieden halten,“ erklärte Potemkin;„dann erhebt die Verſchwörung, die Intrigue im Innern ihr Schlangenhaupt, wir brauchen einen Krieg, um die Armee zu beſchäftigen, mit ihr die unzufriedenen Elemente den Feuerſchlünden der Osmanen entgegen zu führen.“

„Du haſt Recht, aber wir brauchen Verbündete—“, warf die Czarin ein.

„Von Deinen geheimſten Abſichten ſeit Jahren un⸗ terrichtet“, ſprach Potemkin leiſe,„habe ich mit dem Kaiſer Joſeph II. unterhandelt—“.

„Und er iſt geneigt?“

„Mehr als das. Er iſt entſchloſſen, mit uns gegen den Halbmond in das Feld zu ziehen.“

„Das haſt Du vollbracht, Gregor, Du, den man mir als Rebellen ſchildert?“ rief Katharina II. mit leuchtenden Augen.

Potemkin neigte ſich ſtumm vor der mächtigen Frau, dieſe aber ſtreckte ihm herzlich beide Hände ent⸗ gegen, und als er von der Größe des Momentes über⸗ wältigt, ſich vor ihr auf die Kniee warf, legte ſie ſanft die Rechte auf ſeine Schulter und ſprach:„Jetzt ſind wir einig, Gregor Alexandrowitſch, und nichts in der Welt ſoll uns mehr entzweien!“

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