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„O, ich kenne ſie, dieſe Elenden!“ murmelte Ka⸗ tharina.
„Aber kennſt Du auch die falſchen Freunde in Deiner Umgebung, dieſe Kreaturen, die wie Hunde vor Dir kriechen und doch keinen Moment zögern werden, Dich preiszugeben, wenn ihnen ein Vortheil winkt?“ fuhr Potemkin fort;„ich allein diene Dir in unwan⸗ delbarer Treue, nicht aus Selbſtſucht, nein, aus Liebe, aus Liebe zu Dir und dem Vaterlande. Dieſes Auge“— er deutete auf die ſchwarze Binde—„das ich um Deinetwillen im Zweikampf mit Alexis Orloff durch einen Piſtolenſchuß verlor, es zeugt beſſer für mich und die Reinheit meiner Abſichten, als die Phraſen der Mamanvoffs und wie die anderen Geſchöpfe Deiner Laune heißen.“
„Du willſt, daß ich Mamanoff entlaſſe?“ begann Katharina, von Potemkin's Worten ſichtlich ergriffen.
„Nein, Gebieterin, wie ſollte ich es wagen“, ent⸗ gegnete Potemkin lebhaft,„ich will Dich nur überzeu⸗ gen, daß der Zeitpunkt da iſt, den wir Beide ſeit ſo viel Jahren erſehnt haben, die Türken nach Aſien zu jagen.“
„Sind wir auch ſtark genug, dieſen Rieſenplan auszuführen, mein Freun d?“ ſagte Katharina, mit großen Schritten auf⸗ und abgehend.


