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„Und dieſe wäre?“
„Die Vertreibung der Türken aus Europa.“
„Ein großer Gedanke!“ ſprach die Czarin.
„Ein Gedanke, werth, von einer großen Regentin, wie Du es biſt, ausgeführt zu werden“fuhr Potemkin fort.„Du S ihn längſt erfaßt, alle Deine ruhmreichen Thaten, Deine weltgeſchichtlichen Unternehmungen ha⸗ ben in den letzten Jahren dieſe Richtung genommen, zögere nicht zu vollenden, was Du ſo herrlich begonnen, die Aufgabe, die Dir das Schickſal gab, als
Dich auf den alten Thron der Czaren rief, das vrientaliſche Reich des griechiſchen Kreuzes neu aufzurichten.“
„Und iſt dies Alles, was Du mir zu ſagen haſt, Gregor Alexandrowitſch?“ fragte Katharina I. nach einigem Nachdenken.
„Nein, Gebieterin—“.
Eine ſtolze Bewegung der noch immer mißtrau⸗ iſchen Deſpotin ſchien Potemkin in ſeine Schranken weiſen zu wollen.
„Was noch?“
„Es fehlt nicht an Unzufriedenen in Deinem Reiche, die nur auf den Augenblick warten, wo Dein Sohn volljährig iſt, um Dich zu zwingen, ihm den So
einzuräumen, der ihm dann nach dem Geſetz gebührt— 6 Sacher⸗Maſoch, Ruſſiſche Hofgeſchichten. III. 3


