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„Aber, Majeſtät, Sie kennen doch Potemkin's rohes Naturell—“.
„Ich fürchte nichts in dieſer Welt“, unterbrach die majeſtätiſche Frau Mamanoff,„alſo auch dieſen Potemkin nicht, den Ihr alle fürchtet.“
„So laſſen Sie mich wenigſtens in Ihrer Nähe ſein“, bat Mamanoff, ſich der Czarin zu Füßen werfend.
„Nein, mein Freund, ich will mit ihm allein ſein. Thun Sie, wie ich geſagt“, gebot Katharina.
Mamanoff verließ die Monarchin in der höchſten Aufregung.
Wenige Minuten ſpäter ſtand Katharina II. Potem⸗ kin gegenüber.
Katharina ſchien den Mann, der über ſie eine Ge⸗ walt hatte, wie kein anderer, zuerſt mit ihrem Blick durchdringen zu wollen, ehe ſie das Wort an ihn rich⸗
tete, aber keine Miene verrieth die Abſichten, welche
er in ſeiner Bruſt verbarg.
„Weißt Du, Gregor Alexandrowitſch“, begann die Czarin endlich,„daß man Dich ſchlimmer Dinge, hoch⸗ verrätheriſcher Pläne anklagt?“
„Und meine Gebieterin ſchenkt dieſen Anklagen Glauben?“ erwiderte Potemkin mit kalter Würde.
„Nein, Gregor Alexandrowitſch“, ſprach Katha⸗ rina II.,„denn man beſchuldigt Dich, daß Du mich


