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„Wenn es Eurer Majeſtät genehm iſt, in Ihrem Palaſte zu Katharinenburg“, erwiderte der Gefragte.
„Katharinenburg? Ich höre den Ort zum erſten Male nennen“, ſtaunte die Czarin,„und habe bis heute nicht gewußt, daß ich in demſelben einen Palaſt be⸗ ſitze.“
„Das was Seine Excellenz ſo euphemiſtiſch einen Palaſt nennt, dürfte wohl ein artiges Holzhaus im Style kleinruſſiſcher Edelhöfe ſein“, ſpottete Mamanoff.
„Es iſt ein Palaſt, den Eurer Majeſtät demüthiger Sclave Potemkin für Sie erbaut hat,“ erwiderte Po⸗ temkin, den jungen Günſtling keiner Antwort, ja nicht einmal eines Blickes würdigend, zur Czarin gewendet. „Majeſtät werden ſich überzeugen.“—
Eine Stunde ſpäter landete die Galeere Katha⸗ rina's vor einem feenhaft beleuchteten Gebäude, von dem mit perſiſchen Teppichen belegte und mit Blumen geſchmückte Stufen bis zu dem Fluſſe herabſtiegen; die an einen griechiſchen Tempel mahnende mit herrlichen Kolonnaden umgebene Fagade zeigte im Giebel das Bruſtbild Katharina's, Lampions in allen Farben be⸗ deckten von Roſenguirlanden umgeben die Außenwände, während das Innere, das Katharina an Potemkin's Arm betrat, mit aſiatiſcher Pracht und europäiſchem Comfort geſchmückt war; niederländiſche Tapeten, ita⸗


