Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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den Namen einer Stadt, deren weiße Mauern am Ho⸗ rizonte ſchimmerten, bald um die Völker, welche ſich zu ihrer Begrüßung herandrängten, und Potemkin kam keinen Augenblick in Verlegenheit, er nannte Namen, die man vergebens auf der beſten Karte geſucht hätte und welche wie er gut wußte dem Gedächtniß der Czarin beinahe ebenſo raſch entſchwanden als ſie in ihrem Ohr verklangen.

Mamanoff benutzte eine kleine Pauſe, in der der Wojewode Potozki Potemkin in ſein Geſpräch zog, um Katharina einzuflüſtern, dies Alles ſei nur ein Gaukelſpiel, mit dem Einbruche der Nacht beginne die öde Steppe.

Aber die Nacht kam und die Czarin, welche ab⸗ ſichtlich auf dem Verdecke blieb, ſah von fünfzig zu fünfzig Ruthen rieſige Holzſtöße brennen, welche weit⸗ hin Tageshelle verbreiteten, und ſah beim Schein der⸗ ſelben, wie früher im Sonnenlicht, Städte, Dörfer, fröh⸗ liche, gut gekleidete Menſchen wie die bunten Bilder einer Laterna magica ununterbrochen vorüberziehen.

Nun, Mamanvoff, ſprach ſie, die Stirne ſpöttiſch runzelnd.

Mamonaff biß ſich in die Lippen und ſchwieg.

Wo werden wir übernachten, Potemkin? wendete ſich Katharina mit einem Blicke voll Befriedigung an den Generalgouverneur.