Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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lieniſcher Marmor wetteiferten mit venetianiſchem Glas und chineſiſchem Porzellan, die Räume, welche die Cza⸗ rin für eine einzige Nacht beherbergen ſollten, würdig zu ſchmücken.

Als die von allen Genüſſen überſättigte Frau vor dem mit duftendem Sandelholz geheizten Kamin ihres Schlafgemaches Platz genommen hatte, blickte ſie durch ihre Lorgnette mit Geringſchätzung auf Mama⸗ noff und ſprach dann zu Potemkin, ihm die Hand zum Kuſſe reichend:Ich bin zufrieden, Gregor Alexandro⸗ witſch, ja mehr als das, ich bin überraſcht gute Nacht! Und doch hatte Mamanoff Recht und Alles war nur ein Blendwerk, das die Czarin bis nach Cherſon begleitete, nichts mehr als in der Wüſte hervorgezau⸗ berte Dekorationen eines nie dageweſenen Spektakel⸗ ſtückes, deſſen Maſchiniſt Potemkin hieß und in welchem Katharina ſelbſt wider Willen mitſpielen mußte.

Die Feenſchlöſſer, welche ſie Nachts aufnahmen, waren elende Holzgerüſte, welche, nachdem ſie ihren Dienſt gethan, wieder abgeriſſen wurden; von den Städten, welche ſie ſah, ſtanden nur die Mauern und die Thürme, die Dörfer, welche ſie in der Nähe ſah, waren aus Pappe aufgerichtet, jene in der Ferne auf Leinwand gemahlte Theatercouliſſen, alles erbaut, um