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umher. Zwei Grenadiere, das Gewehr im Arm, hielten
Auf einmal trat ein hoher Mann mit ſchönen ge⸗ bieteriſchen Zügen aus dem Palaſte, das eine Auge durch eine ſchwarze Binde bedeckt, in ſeinem ungewöhn⸗ lichen Aufzuge, barfuß, über dem groben Hemde einen türkiſchen Schlafrock von ſeltener Pracht, das unbedeckte Haupt der Sonne preisgebend, eine höchſt ſeltſame Er⸗ ſcheinung, halb Sultan, halb Philoſoph.
„Nun, was habt Ihr?“ rief er mit ſtarker Stimme, „hierher mit Euren Bittſchriften und Klagen!“
Ein Theil der Anweſenden warf ſich auf die Kniee, Andere näherten ſich barhaupt in tiefſter Demuth.
Jetzt erblickte der bloßfüßige Mann im koſtbaren Schlafrocke den Polen.
„Bon jour, Monsieur Branizki“, begann er, „was führt Sie zu mir?“
„Ein Anliegen, das ich Eurer Excellenz nur unter vier Augen vortragen kann“, entgegnete der Graf.
»Bon, alſo warten!“ rief der Bloßfüßige, die Schrif⸗ ten in Empfang nehmend; als er fertig war, winkte er Branizki und trat mit ihm in ein mit Trophäen, Fah⸗ nen und Waffen geſchmücktes Zimmer des Erdgeſchoßes.
„Was ſucht man bei Potemkin?“ begann er, als ſie allein waren.


