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iſt ſchlimmer als ein Kloſter“, verſicherte Natalie;„aber ich will Ihnen beweiſen, daß ich Sie nicht geringſchätze, daß Sie mir werth ſind, und ich erlaube Ihnen da⸗ her, mit meinem Oheim zu ſprechen.“
Jetzt kannte das Entzücken des feurigen Polen keine Grenzen, er ſchloß Natalie in ſeine Arme und hätte ſie mit Küſſen erſtickt, wenn nicht eine Beiden wohlbekannte gebieteriſche Stimme vom Palaſte her wie ein Blitz zwiſchen ſie gefahren wäre.
„Natalie!“ rief die Stimme.
Das mit Purpurröthe übergoſſene Fräulein raffte ſchnell ihr Körbchen zuſammen und eilte davon, wäh⸗ rend der Graf langſam in einem weiten Bogen um den Palaſt herumging und ſich dann dem vorderen Portal deſſelben näherte.
Hier ſpielte eine eigenthümliche Scene. Menſchen der verſchiedenſten Nationen und Stände: Tartaren, die ſpitze Kegelmütze auf dem Kopfe, Koſaken in weiten Pluderhoſen, Juden in langen ſchwarzen Kaftanen, Muhamedaner, kleinruſſiſche Bauern, das Haar in die Stirne geſchnitten, vornehme Damen in bauſchigen Da⸗ maſtroben, ihre geſchminkten, mit Schönheitspfläſterchen bedeckten Wangen fächelnd, Popen, Soldaten und Ma⸗ troſen lagerten vor dem Palaſte des mächtigen General⸗ gouberneurs oder ſtanden, Bittſchriften in den Händen,


