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„Ich habe das bis heute nicht bemerkt, mein Herr Graf!“
„O, Sie finden Vergnügen daran, mich zu quälen!“ rief der Graf.„Aber ich laſſe mich nicht durch Ihre klei⸗ nen Malicen täuſchen. Ich liebe Sie mit aller Innig⸗ keit und Gluth meines Herzens, das noch nicht geliebt hat, und es iſt mir unmöglich, ferner ohne Sie zu leben.“
„Armer Graf“, ſpöttelte das Fräulein.„So jung und ſchon dem Tode geweiht.“
„Sie weiſen mich alſo zurück?“ murmelte der Graf, vor Aufregung bebend.
Die Kleine lächelte und reichte ihm mit der rei⸗ zendſten Schalkhaftigkeit den Korb mit den Pflaumen.
„Soll das Ihre Antwort ſein?“
„Ein Korb?“
„Ja, ein Korb.“
„Sie fügen alſo zu der Vernichtung aller meiner Hoffnungen, meines Lebensglückes, noch den Spott?“ ſtammelte der arme Junge.„Sie haben indeß Recht, mein Fräulein; Natalie von Engelhardt, die Nichte des mächtigen Potemkin, weiß wohl einen glänzenderen Gatten zu finden, als den beſcheidenen Branizki.“ Da⸗ mit ſtellte der Graf den Korb zu den Füßen der grau⸗


