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dung aller Mittel der Kunſt und Induſtrie war das Innere dieſes wahrhaft fürſtlichen Sitzes eingerichtet⸗ denn Potemkin liebte die Künſte leidenſchaftlich, vor Allem die Muſik, ſo daß ſein Palaſt ein Orcheſter von nicht weniger als achtzig Muſikern und einen Chor von bei⸗ nahe ebenſo viel Sängern beherbergte.
Der Palaſt des Generalgouverneurs war von einem großen Park im engliſchen Geſchmack umgeben, der ge⸗ gen die Stadt zu den Charakter eines Obſtgartens an⸗ nahm.
Hier war im Spätſommer des Jahres 1786 am frühen Morgen ſchon ein junges Mädchen damit beſchäf⸗ tigt, herrliche Pflaumen in ein Körbchen zu flücken, das eigentlich ſchon den Namen eines Korbes verdiente.
Das Mädchen war ganz in hellen geblümten Mouſ⸗ ſelin im Geſchmacke der Rocoecvzeit gekleidet, was zu ihrem goldblonden Haare ſehr gut ließ; der kleine Schäfer⸗ hut, der auf ihrem Köpſchen ſaß, ließ zwei himmelblaue Bänder auf ihrem Nacken hinabflattern; ſie ſtand auf den Fußſpitzen und in dem Bemühen, die Zweige ab⸗ zuleſen, wiegte ſie ſich mit Anmuth in den Hüften. Ihr kleines zierliches Figürchen ſtimmte vortrefflich zu dem reizenden Geſichtchen mit dem eigenwilligen Stumpf⸗ näschen und dem vollen rothen Mund.
Von Zeit zu Zeit ſummte ſie ein franzöſiſches Lied⸗


