Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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ſchen ſtrömten zu, wie es ſein Wunſch war; endlich befahl er, daß Cherſon ein großer Handelsplatz werde, und als man 1786 zählte, blühte der Handel in Cher⸗ ſon wie in keiner anderen Stadt des ſüdlichen Ruß⸗ lands.

Mitten auf dem Quai, welcher den Hafen umſäumte, lag der Palaſt, den ſich Potemkin erbaut hatte, auf einem großen freien Platze. Den Schiffen, welche aus dem ſchwarzen Meere zum erſten Male in Cherſon ein⸗ liefen, erſchien er, aus großen Quadern von einem genialen Baumeiſter erbaut, an die herrlichen Bauten Italiens, den wie von Titanen aufgerichteten Palazzo Pitti in Florenz oder jenen der Peſaro an dem Canal grande der Bella Venezia mahnend, und doch war das Ganze nur ein beſcheidener Holzbau; wie alles Ruſſiſche, dem noch immer vorherrſchenden Nomadencharakter der größten europäſchen Nativn entſprechend, nur für den Augenblick erbaut, um in dem nächſten abgeriſſen zu werden, wie ein Zelt, wie die Laubhütte des Zigeu⸗ ners.

Aber die äußere Verkleidung des armſeligen höl⸗ zernen Baues ſuchte an Reichthum unter den Paläſten

Aſiens und an künſtleriſcher Schönheit unter jenen Eu⸗

ropa's ihresgleichen. Mit noch größerer Verſchwen⸗