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bar vor dem glänzend erleuchteten Portale deſſelben, Angeſichts der beiden ernſthaften Grenadiere, welche das Gewehr präſentirten, ereilte er die Kaiſerin, um⸗ ſchlang ſie mit ſeinen kräftigen Armen und preßte einen derben Kuß auf ihre vollen Lippen. Katharina I ſchrie auf, brach in lautes Lachen aus und floh, als der neue Paris ſie losließ, die Treppe hinauf, von den beiden andern Damen gefolgt.
Zu gleicher Zeit faßte ein Offizier der Wache den kühnen Burſchen und befahl den herbeigeeilten Solda⸗ ten, ihn in Gewahrſam zu bringen.
Nikolaus ſetzte ſich zur Wehre, war aber raſch zu Boden geworfen und gebunden.
„Laßt mich los!“ tobte er.„Was habe ich denn gethan, ein Kuß iſt doch kein Verbrechen!“
„Dieſer Kuß iſt ein Verbrechen!“ ſchrie der Offi⸗ zier,„und noch dazu ein Majeſtätsverbrechen!“
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Beim Lever der Kaiſerin am nächſten Morgen fragte Graf Orloff, was mit dem Leibeigenen zu ge⸗ ſchehen habe, welcher ein ſo beiſpielloſes, freches Atten⸗ tat auf ſeine Herrin und Monarchin verübt habe. Der Graf legte dabei, obwohl er mit Mühe das Lachen verbiß, ſein Geſicht in ernſte, wichtige Falten.
„Attentat?“ entgegnete Katharina II.„Sie mei⸗


