Teil eines Werkes 
2. Band (1873)
Entstehung
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aber wie und wo, darüber ſtellten ſie vergebens Nach⸗ forſchungen an, denn keiner der ausgeſendeten i war bis jetzt zurückgekehrt.

Die Neugierde der beiden ſchönen Frauen wurde jedoch eher noch geſteigert, als die Kaiſerin ſich bei dem nächtlichen Rendezvous einfand und ihnen lächelnd die Mittheilung machte, ſie habe den neuen Paris, einen jungen hübſchen Hirten, welcher weder ſie noch ihr Bildniß geſehen habe, gefunden und habe die Abſicht, heute noch den Schiedsſpruch auf dem Berge Ida zu wiederholen.

Wenn ich auch alles Das, was mir über meine Schönheit geſagt wird, für höfiſche Schmeichelei nehme, fügte Katharina II. hinzu,ſo habe ich dagegen keine Urſache, in die allgemeine Stimme Zweifel zu ſetzen, welche meine Freundinnen Daſchkoff und Saltikoff nach mir als die ſchönſten Frauen Rußlands be⸗ zeichnet, und darf mir daher keinen ſo leichten Sieg verſprechen, ſondern muß in Ihnen, meine Damen, ebenbürtige und gefährliche Rivalinnen begrüßen. Der Kampf um den Preis der Schönheit iſt ſomit ein ern⸗ ſter und ſein Ausgang ein ſehr zweifelhafter.

Die drei ſchönen Frauen ſchritten hierauf durch den Park dem Wäldchen zu, voran Katharina II. als Venus, die blonden Haare über den vollen weißen