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die Kaiſerin bin, der mich ohne Krone und Kaiſermantel ſchön findet.“
In der That gingen an demſelben Tage vier Cou⸗ riere mit der gleichlautenden Inſtruktion, den neuen Paris zu ſuchen, nach Nord und Süd, Oſt und Weſt ab, ohne daß die Kaiſerin nur einen Augenblick daran dachte, auf dieſem Wege ihr Ziel zu erreichen; es war nur ein wohlerwogener, feiner Schachzug, um die Auf⸗ merkſamkeit ihres Hofes, insbeſondere ihrer nächſten Umgebung, von denen ſie jederzeit einer wohlgemeinten, aber unbequemen Einmiſchung, ja einer ſchmeichleriſchen Täuſchung verſehen ſein mußte, von ſich abzulenken, denn ſie war entſchloſſen, die Auffindung und Wahl des ſeltenen Jünglings Niemand Geringerem als ſich ſelbſt anzuvertrauen.
Katharina II. hatte die Gewohnheit, die erſten Abendſtunden, jene Dämmerzeit, welche der Franzoſe „zwiſchen Hund und Wolf“ nennt, allein in dem ein⸗ ſamſten Theile des Parkes von Zarskoje Selv zuzu⸗ bringen. Der Garten war dann für Jedermann ab⸗ geſperrt, Niemand, nicht einmal die vertrauteſten Freunde der Czarin, durften ihr nahen.
Womit ſie ſich in dieſer Zurückgezogenheit beſchäf⸗ tigte, darüber ſind die Memviren der Eingeweihteſten aus jenen Tagen ſehr verſchiedener Meinung, eben ſo


