Teil eines Werkes 
2. Band (1873)
Entstehung
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Nun, begann die Kaiſerin von Neuem,fällt Dir denn nichts, gar nichts ein.

Doch etwas Die Fürſtin zog Diderot's Brief hervor und reichte ihn der Kaiſerin, welche ihn las und zu lächeln begann.

Und er ſelbſt hat Dir dieſen Brief übergeben? fragte ſie dann.

Ich fand ihn heute Morgen auf meinem Nacht⸗ tiſch.

Und Du glaubſt, daß er wirklich verliebt iſt?

So wahnſinnig verliebt, wie er ſich hier aus⸗ drückt?

Ich habe keine Urſache, daran zu zweifeln.

Du ſchmeichelſt.

Wie? ſagte die Fürſtin erſtaunt.

Katharina erhob ſich, trat vor den Spiegel, ord⸗ nete ihre weißgepuderten Löckchen und betrachtete ſich mit einem ſeltſamen Blick.

Nun warum nicht, ſagte ſie endlich,ich bin noch ſchön.

Die Fürſtin unterdrückte einen Ausruf.

Die Kaiſerin bezog offenbar Diderot's Brief wie ſeine Leidenſchaft auf ſich.