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Was thun?
Dieſe Frage ſtellte ſich die„kleine Katharina“ im⸗ mer wieder, während ſie den Abend nach einer ermü⸗ denden Sitzung des Staatsrathes zu den Füßen ihrer einſilbigen gähnenden Freundin, der„großen Katha⸗ rina“ ſaß.
„Kannſt Du denn aber auch gar nichts erſinnen, was mir Zerſtreuung bieten würde“, rief die Czarin endlich beinahe zornig,„Du fängſt an lau, unaufmerk⸗ ſam, unwillig zu werden, Katinka.“
„Majeſtät.“
„Arrangire doch wenigſtens eine kleine Verſchwö⸗ rung“, fuhr Katharina M. fort,„das giebt doch einige kleine Emotionen. Man läßt Einige knuten, Andere
ſchickt man nach Sibirien und die Vornehmſten auf das Schaffot. Es iſt pikant, einen Mann, mit dem man heute noch verbindliche Phraſen tauſcht, morgen den Kopf auf den Block legen zu ſehen.“
Die Daſchkoff erſchrak.„Aber—“.
„Nun, ich finde es pikant“, ſprach Katharina,„be⸗ ſonders wenn ich denke, daß es nur von mir abhängt, dieſe Menſchen, die da in Todesangſt vergehen, zu be⸗ gnadigen, daß ich, ich allein es bin, die ſie ſterben läßt. Aber Du fürchteſt Dich, glaube ich, vor mir.“
Es entſtand eine Pauſe.


