„Diderot, Sie ſind ſchwermüthig“, ſprach eines Abends die Fürſtin Daſchkoff zu dem Philoſophen, welcher im Cirkel der Czarin in einer Ecke ſaß und den Kopf hängen ließ.
„Ja, in der That“, ſtammelte dieſer.
„Und ich weiß auch weshalb“, fuhr die reizende Fürſtin fort.
„Sie wiſſen“, murmelte Diderot immer verwirrter.
„Soll ich es Ihnen ſagen?“
„Hm— um Gotteswillen— nein.“
„Der einzige Grund Ihrer Verſtimmung“, flüſterte die Fürſtin, ſich zu ſeinem Ohre neigend,„iſt der redende Affe.“
Diderot ſah ſie überraſcht an:„Der Affe?“ ſprach er endlich,„nein, der Affe iſt es nicht.“
„Was alſo?“
„Darf ich es Ihnen geſtehen“, ſagte der Philo⸗ ſoph, die kleine Hand der Fürſtin faſſend.
„Ol jetzt errathe ich“, ſprach dieſe liebenswürdig, ohne ihm ihre Hand zu entziehen.
„Wie?“
„Sie ſind verliebt.“
„Ja, ich bin verliebt“, erwiderte Diderot leiſe, aber mit voller Leidenſchaft,„nein, verliebt iſt nicht
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