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gleich einem ryſſiſchen Muſchik(Bauer) den Zipfel ihres Gewandes an die Lippen.
Katharina II. beeilte ſich, ihn aufzuheben und ihm dieſe ernſt gemeinte Schmeichelei den Ordensſtern
anzuheften, der bis jetzt auf ihrer eigenen üppigen gefunkelt hatte.
Damit verließ ihn die allmächtige Fee. Diderot wünſchte ſich nochmals Glück zu ſeiner Ankunft und warf ſich dann in ſeinen neuen Pariſer Anzug. So erſchien er eine halbe Stunde ſpäter in dem gtoßen Empfangsſaal, in welchem der Hof verſammelt war.
Hier begrüßte ihn zuerſt die graziöſe Präſidentin der Akademie, die reizende Fürſtin Daſchkoff. Auch
ſie erſchien ihm weit bezaubernder als ihr Portrait, ja ſie gewann im Leben noch mehr als die Czarin, denn ſie hatte eines jener feinen geiſtigen Geſichter, welche erſt im Geſpräche, in der Erregung ihren vollen Reiz gewinnen. Bald kam auch die Kaiſerin. Sie hatte gleichfalls ihre Toilette gewechſelt und erſchien jetzt in einem ſchwerſeidenen blauen Schleppkleide, nach der Sitte der Zeit dekolletirt, das reiche Haar mit Puder wie mit Schnee bedeckt, eine kleine Krone von Diamanten mit dem griechiſchen Kranz auf dem Scheitel, eine
Venus im Reifrock. Sie nahm Diderot's Arm und ſtellte ihm, dem


