Teil eines Werkes 
2. Band (1873)
Entstehung
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leibhaftig vor ihm ſtand, erſchien ſie ihm noch weit reizender, noch weit verführeriſcher als auf dem Bilde, welches er von ihr erhalten hatte.

Entzückt küßte er die Hand, welche ſie ihm herzlich entgegenſtreckte und ſtolperte vor Vergnü⸗ gen und Begeiſterung zwei Mal, als die Czarin ſei⸗ nen Arm nahm und mit ihm die Marmorſtufen em⸗ porſtieg.

Katharina ließ es ſich nicht nehmen, ihm ſelbſt die Gemächer anzuweiſen, welche ihm in der Nähe der

ihren im Palaſte eingerichtet worden waren, ſie machte

ihn ſelbſt mit den Bequemlichkeiten derſelben bekannt und führte ihn zu einem Schrank, welcher die bedeu⸗ tendſten Werke der franzöſiſchen Literatur enthielt. Sie nahm einen Band heraus und ſchlug den Deckel auf, es waren Diderot's Dialoge.

Ich kann Ihnen gar nicht ausſprechen, Herr Diderot, fügte ſie mit dem liebenswürdigſten Lächeln hinzu,wie glücklich ich mich ſchätze, Sie zu beſitzen, ja Sie ſind jetzt mein und keine Macht der Erde ſoll Sie mir entreißen.

Befehlen Sie über mich, erwiderte Diderot,Sie ſehen von heute an einen treuen Unterthan mehr zu Ihren Füßen. Und wirklich kniete der Philoſoph in dieſem Augenblick vor der ſchönen Deſpotin und führte