Teil eines Werkes 
2. Band (1873)
Entstehung
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armen Philvſophen, die anweſenden Würden⸗ träger und Cavaliere vor.

Dann entließ ſie den Hof und zog ſich mit Dide⸗ rot, der Fürſtin Daſchkoff, den Grafen Panin und Orloff, der Gräfin Saltikoff und Frau von Mellin in einen im chineſiſchen Geſchmack eingerichteten Sa⸗ lon zurück. Der kleine auserleſene Kreis gruppirte ſich um den Kamin, welcher eine behagliche Wärme ausſtrömte und plauderte zwanglos, lebhaft wie eine Geſellſchaft guter Freunde über Wiſſenſchaft und Li⸗ teratur, über die Welttage, über Frankreich. Diderot war hingeriſſen, er ſprach gut, er ſprach glänzend und entzückte alle Anweſenden, vor Allem die Kaiſerin.

Man wünſchte ſich gegenſeitig Glück zu dieſer Aqui⸗ ſition. An der Kaiſerin war nichts mehr von jener Abſpannung, jener Langeweile zu bemerken, welche ihre Umgebung in der letzten Zeit ſo erſchreckt hatten, eher eine gewiſſe Unruhe, ſie ſchien etwas zu erwarten.

Von Zeit zu Zeit neigte ſie ſich zu der Fürſtin Daſchkoff und ſprach leiſe mit ihr. Endlich meldete ein Kammerherr den Herrn Paul Iwanowitſch La⸗ getſchnikoff.

Das Geſicht der Czarin leuchtete auf.

Lagetſchnikoff trat im feinſten franzöſiſchen Hof⸗ kleide, friſch gepudert und parfumirt herein, verneigte