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Auf den Befehl der Monarchin fragte zuerſt der ſie begleitende Adjutant um den Namen des aparten Künſtlers und endlich trat Katharina ſelbſt in die mit Heiligenbildern beklebte dämmerhafte Stube, um den jungen Lagetſchnikoff kennen zu lernen. Der arme Junge ſtand mehr todt als lebendig vor der ſchönen allmächtigen Frau, welche ſich an ſeiner tölpelhaften Demuth und an ſeiner Angſt beinahe noch mehr er⸗ götzte wie vorher an ſeinen ausgeſtopften Thieren.
Lagetſchnikoff war hoch und ſchlank gewachſen
und von jener glücklichen Geſichtsbildung, welche auf den erſten Blick für ſich einnimmt.
Er gefiel der Kaiſerin und damit war ſein Schick⸗ ſal entſchieden, ſein Glück gemacht. Die Kaiſerin ver⸗ ſtand es, Talente zu entdecken. Sie entdeckte in Lagetſchnikoff den Zoologen, wie ſie in Orloff den Staatsmann entdeckt hatte und ſpäter in Potemkin den Feldherrn.
Lagetſchnikoff wurde auf Koſten der Kaiſerin zum Gelehrten herangebildet, zum Philoſophen und Natur⸗ forſcher, denn die Wiſſenſchaften waren damals noch nicht ſo ſtreng getrennt wie heut zu Tage.
Nachdem er die nöthige Vorbildung genoſſen, wurde er auf ein paar deutſche Univerſitäten und dann auf ein Jahr nach Paris geſchickt.
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