Teil eines Werkes 
2. Band (1873)
Entstehung
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Von dort kam Lagetſchnikoff als vollendeter Welt⸗ mann zurück, elegant, galant und vor allem den Frauen gefährlich. Aus dem hübſchen jungen Menſchen war ein ſchöner Mann geworden und aus dem ſchönen galanten Manne, dem Günſtling der Damen, wurde raſch ein gefeierter Gelehrter.

Lagetſchnikoff hatte indeß im Auslande nur ver⸗ lernt, was er ſo eminent gekannt hatte: Thiere aus⸗ ſtopfen und nichts Ordentliches dafür gelernt, aber er hatte ſich die Ausdrücke der Wiſſenſchaft geläufig ge⸗ macht und führte die Phraſen der Pariſer Philoſophen im Munde.

Wer wagte noch an ſeiner wiſſenſchaftlichen Größe zu zweifeln?.

Niemand als er ſelbſt.

Er hatte, wie alle Unwiſſenden, einen unauslöſch⸗ lichen Haß auf Alle, die Kenntniſſe oder Gelehrſam⸗ keit oder gar Genie beſaßen, und ſo erwachte in dem Momente, wo er Diderot's bevorſtehende Ankunft in Petersburg erfuhr, ein aus Eiferſucht und Angſt ge⸗ miſchtes Gefühl in ihm und aus der Furcht, durch den großen Enchelopädiſten blosgeſtellt zu werden, wurde die Ueberzeugung, daß Diderot nur zu dem Zwecke komme, um ihn lächerlich zu machen, um ihn zu vernichten. Er haßte daher Diderot, ehe er ihn