ſeines Elternhauſes ausſtellte und die ſtets zahlreiche Schauluſtige und Käufer heranlockten.
Als Katharina II. zur Zeit ihrer Krönung i in Moskau weilte, ging ſie nicht ſelten, von der Fürſtin Daſchkoff und anderen Damen und Herren ihres Hofes begleitet, durch die Straßen der uralten Stadt, um ſich an den wechſelnden farbenreichen Scenen ruſſiſchen Volkslebens zu beluſtigen.
Eines Tages kam ſie an dem Häuschen Lagetſchni⸗ koff's vorbei, ſah ſeine ausgeſtopften Thiere, blieb von der ſpaßhaften Seltſamkeit derſelben gefeſſelt ſtehen und betrachtete ſie mit einem Lächeln, das bald zu einem lauten Gelächter wurde. Da war ein Dom⸗ pfaff, welcher von einer kleinen Kanzel herab einer bunten und andächtigen Gemeinde von Finken, Zeiſigen, Stieglitzen, Meiſen, Emmerlingen, Bachſtelzen und Sper⸗ lingen predigte; ein Adler, eine Kaiſerkrone auf dem Kopfe, welcher einen Hahn zerriß, während ihm ein halbes Dutzend Hennen demüthig Glück zu dieſem Akt landesväterlicher Liebe zu wünſchen ſchien. Am Mei⸗ ſten ergötzte jedoch die Kaiſerin eine weiße Katze, welche
nan einem Zaun mit ihrem ſchwarzen Gatten, einem
rieſigen Kater koſ'te und während ſie echt weiblich dem⸗ ſelben ſchmeichelte, einem hinter dem Zaun verborgenen Anbeter einen Liebesbrief zuſteckte.


