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werden, noch den treuen, geſchickten Diener zu ver⸗ lieren. Sobald ich alſo bei Orloff Symptome von Ungehorſam entdecke, befehle ich ihm plötzlich, da wo er es am wenigſten erwartet, mitten in einem ver⸗ traulichen Beiſammenſein, mir in dieſes Zimmer hier zu folgen. Er erbleicht bis in die Lippen, er zittert, er hat Angſt vor mir, weil er weiß, daß er auf kein Erbarmen rechnen kann, er verlegt ſich wohl auch auf das Bitten, aber er folgt mir wie ein Lamm. Habe ich den Rebellen einmal hier, dann ſchließe ich die Thüre, hole raſch die Knute vom Nagel und peitſche ihn ohne Mitleid. Zuerſt flucht er, dann fleht er um Gnade, ich habe aber kein Gehör für ſeine Be⸗ theuerungen. Zuletzt liegt er vor mir auf den Knieen und küßt die Hand, die ihn gezüchtigt hat, kurz, der Eisbär iſt vollkommen gezähmt, freilich nur für einige. Zeit.“
Jadwiga blickte mit einer aus Bewunderung und Grauen gemiſchten Empfindung auf die Kai⸗ ſerin.
Ich habe den Rebellen einmal ſchon mehr als zwei Wochen hier gefangen gehalten“, fuhr dieſe fort, während ſie mit Jadwiga das Zimmer verließ;„es hieß, er ſei in diplomatiſcher Miſſion abgereiſt, unter⸗ deß befand er ſich hinter dieſem Riegel.“ Die Kai⸗


